Hodenkrebs: konventionelle Behandlung |
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[ --- Nota bene: Soweit nicht anders kenntlich gemacht ist jegliche Information
auf dieser Seite von einem Hodenkrebspatienten geschrieben und zusammengestellt,
der keine ärztliche Ausbildung besitzt. Obwohl sorgfältigst recherchiert
kann und soll dies jedoch nicht den persönlichen Besuch bei Ihrem Arzt ersetzen!
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Die Behandlung von Hodenkrebs wird aus konventioneller Sicht
vermutlich aus einer oder mehreren der folgenden Behandlungsmöglichkeiten
bestehen:
- Chemotherapie
Grundsätzlich versteht man unter "Chemotherapie
die medikamentöse Behandlung mit verschiedenen chemischen
Substanzen, die Infektionserreger wie Bakterien oder Pilze
und Tumorzellen zu schädigen vermögen. ... Entscheidend
ist, daß [die verwendete Medikamente] ihre schädigende
Wirkung gezielt auf bestimmte krankheitsverursachende Zellen
bzw. Mikroorganismen ausüben und diese abtöten
oder in ihrem Wachstum hemmen, während normale Körperzellen
weniger oder idealerweise gar nicht von dieser Wirkung betroffen
werden. In der Behandlung von Infektionskrankheiten heißen
diese Substanzen z.B. Antibiotika, in der Krebstherapie
Zytostatika.
Die Chemotherapie ... ist in der Regel eine Intervallbehandlung:
Auf eine Behandlungsphase folgt jeweils eine Behandlungspause.
Diese Abfolge nennt man 'Zyklus' oder 'Kurs'. Wie lange
ein solcher Zyklus dauert, ist unterschiedlich und hängt
maßgeblich von den verabreichten Medikamenten ab.
Die Behandlungspause zwischen den Zytostatikagaben dient
der Erholung und Regeneration des Normalgewebes. ... Die
Medikamente werden als Tabletten oder als intravenöse
Injektion bzw. Infusion verabreicht. Man gibt entweder nur
ein Zytostatikum (Monochemotherapie) oder auch geeignete
Kombinationen verschiedener Zytostatika (Polychemotherapie)."
(© www.krebsinformation.de)
- Blutstammzellentransplantation/ Hochdosischemotherapie
"Zytostatika (Chemotherapie), die in der Krebsbehandlung
eingesetzt werden, schädigen nicht nur Krebszellen,
sondern auch gesunde, sich häufig teilende Zellen.
Die Stammzellen der Blutbildung gehören zu diesen Zellen.
Durch eine intensive, hochdosierte Chemotherapie (Hochdosischemotherapie)
... werden sie im Knochenmark so weitgehend oder vollständig
zerstört, dass diese [Methode] nur angewendet werden
[kann], wenn unmittelbar danach gesunde Blutstammzellen
übertragen werden.
Die Stammzellentransplantation dient zunächst also
nicht als Krebstherapie im eigentlichen Sinne, sondern der
Behandlung einer schweren Nebenwirkung beziehungsweise der
Vorbeugung von Komplikationen. Gewünscht ist die völlige
Zerstörung des Knochenmarks nur bei Leukämien,
weil bei dieser Erkrankung Vorläufer von Blutzellen,
die eben im Knochenmark gebildet werden, betroffen sind.
Aber auch hier muss anschließend die Blutbildung durch
Übertragung gesunder Stammzellen wieder in Gang gesetzt
werden."
(© www.krebsinformation.de)
- Strahlentherapie
"Die Strahlentherapie ist ... eine der wichtigsten
Therapiemethoden bösartiger Erkrankungen. Zum Einsatz
kommen entweder ausschließlich oder in Kombination
mit anderen Methoden energiereiche Formen der elektromagnetischen
Strahlung und auch Teilchenstrahlen. Im Gegensatz
zur Chemotherapie, bei der das Medikament im ganzen Körper
verteilt wird, sind die meisten Formen der Strahlentherapie
örtlich begrenzt wirksam. Das bedeutet, daß eine
therapeutische Wirkung nur in dem durchstrahlten Körperbereich
auftritt. Eine Ausnahme bilden radioaktive Medikamente (Radiopharmaka)."
(© www.krebsinformation.de)
- Chirurgie: Orchiektomie
Die endgültige Diagnose einer vermuteten Hodenkrebserkrankung
wird höchstwahrscheinlich durch das zeitweise Freilegen
des betroffenen Hodens erfolgen. Dies geschieht durch einen
Schnitt in der Leistengegend und das Ziehen des Hodens am
Samenleiterstrang aus dem Hodensack. Abhängig vom makroskopischen
und ggfs. durch Schnellschnitte erfolgenden mikroskopischen
Ergebnis werden die Ärzte entscheiden, den Hoden entweder
wieder in den Hodensack zurückzuführen oder ihn
direkt und vollständig zu entfernen. Letzteres, also
die chirurgische Entfernung des Hodens, wird Orchiektomie
genannt.
Das vollständige Entfernen eines Hodens beeinflußt
dabei nicht unmittelbar die Möglichkeit zur Erektion
oder zur Zeugungsfähigkeit.
- Chirurgie: Retroperitoneale Lymphadenektomie (RLA)
Es ist mittlerweile allgemein anerkannt, daß Hodenkrebs
normalerweise auf einer vorhersagbaren Bahn
streut: ausgehend vom Hoden in die Lymphknoten
des Retroperitoneums (der Raum hinter der vom Bauchfell
ausgekleideten Bauchhöhle), dann aufwärts in die
Lunge und weiter in die Leber und ins Gehirn
sowie übrige Orte des Körpers.
Abhängig von Art und Stadium der Krebserkrankung mag
es angeraten sein, die entsprechenden Lymphknoten der Retroperitoneums
zu entfernen. Genauere Details liefert
das ![[englisch]](http://www.doerings.net/graphics/english.gif) folgende
Schema (englischsprachig).
- weitere chirurgische Eingriffe
Zusätzliche chirurgische Eingriffe mögen notwendig
erscheinen, falls sich nach Chemo- oder Strahlentherapie
immer noch Krebszellen in Form von Metastasen im Körper
befinden. Dies betrifft im wesentlichen den Bereich oberhalb
des Retroperitoneums, z.B. Lunge oder Leber.
- Beobachtung und weitere Behandlung
Falls der Hodenkrebs noch nicht gestreut hat, kann man bei
bestimmten Krebsarten die Möglichkeit ins Auge fassen,
nur abzuwarten und zu beobachten
und keine Chemo- oder Strahlentherapie zu verabreichen.
Dabei muß sich stringent an das vorgegebene Beobachtungsprotokoll
gehalten werden, das vorgibt, wann und in welchen Abständen
eine Kontrolle der Tumormarker, eine Röntgenuntersuchung
und eine Computertomographie erfolgen soll.
Diesselben Untersuchungen betreffen auch Patienten, die
durch eine der obigen Möglichkeiten behandelt
wurden und sich jetzt im Stadium der Nachsorge
befinden, da eine Rückfallgefahr in den ersten Jahren
nach Erstbefall immer besteht.
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